Weihnachten. Schöne Zeit. Ich mache Augen zu und sehe wie weiße Schneeflocken langsam auf den Boden landen. Auf
meine Hand. Da schmelzen sie. Aber davor zeigen sie sich kurz - wie wunderschön präzise arbeitet die Natur! Doch diese Schönheit ist so ephemerisch. Wie manchmal auch das Glücksgefühl. Oder der
Schmerz.
Weihnachten und ich. Weit weg von meiner Familie dieses Jahr. Das schmerzt. Macht traurig, die Gedanken werden nostalgisch. Man sehnt sich danach was man nicht hat. Es wäre wunderschön die Mama
in die Arme schließen zu können. Nächstes Jahr sage ich mir und mache die Augen zu. Sie (meine Familie) sind jetzt fast bei mir. Ich sehe die zwölf Gerichte am für den Heiligen Abend gedeckten
Tisch. Sehe wie der Papa die Oblaten verteilt. Und dann wie er einen Apfel schneidet - jedem ein kleines Stückchen. Mit dem anderen teilen. Ein Lächeln berührt meine Lippen und ich mache die
Augen auf. Ja, sie sind nicht da, aber ich bin glücklich um traurig sein zu dürfen. Ich habe eine Familie, die ich vermisse.
Schließe auch du deine Augen...was siehst du?:-)
Frohe Weihnachten!